Medizin

Gerichtsmedizin

Mit Fingerspitzengefühl und absoluter Präzision

Gerichtsmedizin wird häufig mit Obduktionen assoziiert – das in Österreich spärlich besetzte Fach bietet aber wesentlich mehr: Eine zentrale Rolle hat es etwa beim Opferschutz inne. Gerichtsmedizinerin Katharina Stolz sprach bei einem Vortrag der Gesellschaft der Ärzte im Billrothhaus über Warnsignale für Gewalteinfluss bei Patientinnen und Patienten.

Der Mediziner Kurt Stastka im Porträt mit dunklem Mantel oder Sakko und einem braunen Schal.
Männergesundheit

„Hilfe zu brauchen wird oft als Schwäche wahrgenommen"

Viele Männer übersehen psychische und körperliche Warnsignale, oft aus Angst, als schwach zu gelten. Psychiater Kurt Stastka, Leiter des Referats für Psychosoziale, Psychosomatische und Psychotherapeutische Medizin der Kammer für Ärztinnen und Ärzte in Wien, über männliche Identität und wie Medizin Männer besser erreichen kann. 

Mann sitzt vor Fenster und gestikuliert in Gesprächssituation
Reproduktionsmediziner Heinz Strohmer

„Optimierte Kinder, optimierte Medizin?“

Vom Embryonen‑Screening bis zum Wearable: Neue Technologien loten die Grenzen zwischen gesund und krank teils schon in der Zeugungsphase aus. Reproduktionsmediziner Heinz Strohmer über Optimierungsdruck, Ethik und die Frage, welche Rolle Ärztinnen und Ärzte in einer von Künstlicher Intelligenz geprägten Medizin noch spielen werden.

Frau im Gespräch vor Hintergrund der AIDS Hilfe Wien
Aids Hilfe Wien

Vom Test bis zur Therapie – alles unter einem Dach

Mit dem Ambulatorium magnus* erweitert die Aids Hilfe Wien ihr Angebot grundlegend. Neben Beratungen und Testungen sind auch medizinische Behandlungen möglich. Das Zentrum reagiert auf steigende Zahlen sexuell übertragbarer Erkrankungen und neue Anforderungen an die Versorgung.

Frau steht an der Mauer gelehnt
Gendersensible Kommunikation in der Medizin

„Sprache schafft Vertrauen“

Wie beeinflusst Sprache die medizinische Versorgung? Chirurgin Mariam Vedadinejad befasst sich intensiv mit Inklusion und hat im März einen Vortrag zu gendersensibler Sprache in der Medizin in der Kammer für Ärztinnen und Ärzte in Wien gehalten. Im Interview erklärt sie, warum gendersensible Kommunikation ein Schritt zu mehr Fairness im Gesundheitssystem ist.

Drei Frauen halten ein Schild mit chiruginnen.connect
Frauen in der Medizin

Exzellente Chirurgie hat kein Geschlecht

Das Netzwerk Chirurginnen.connect wurde von Chirurginnen für Frauen in chirurgischen Fächern – und für jene, die es noch werden möchten – gegründet. Die Initiative setzt sich für ein modernes, gleichberechtigtes und zukunftsfähiges chirurgisches Arbeitsumfeld ein, in dem Leistung, Vielfalt und Talent gleichermaßen gefördert werden.

Mann in kariertem Sakko gestikuliert
ME/CFS

„Eine Erkrankung, für die man sich Zeit nehmen muss“

ME/CFS (Myalgische Enzephalomyelitis / Chronisches Fatigue-Syndrom) ist eine Erkrankung, die die Lebensqualität stark einschränkt. In Österreich sind schätzungsweise zehntausende Menschen betroffen. Was ärztliche Gutachterinnen und Gutachter beachten müssen, erläutert Peter Poslussny, Gutachter-Referent der Kammer für Ärztinnen und Ärzte.

Porträt einer Frau
Sexuell übertragbare Krankheiten

Die stille Rückkehr von Syphilis und Co.

Die Zahl der Infektionen mit sexuell übertragbaren Krankheiten steigt – auch in Österreich. Vor allem Syphilis und Gonorrhoe sind auf dem Vormarsch. Kondomverzicht und Antibiotikaresistenzen spielen dabei eine Rolle und gezielte Aufklärung bleibt entscheidend. Das skizziert Claudia Heller-Vitouch, Fachärztin für Haut- und Geschlechtskrankheiten. 

Die Preisträger*innen Moritz Muckenhuber und Anna Plötzl halten ihren Siegerscheck in der Hand und lächeln in die Kamera. Im Hintergrund sind zwei Flaggen (Österreich und Wien) zu sehen, die an der Wand hängen.
Theodor-Billroth-Preis

Ausgezeichneter Querschnitt durch die Forschung

Moritz Muckenhuber, Razvan Bologheanu, Anna Plötzl und Anna Wicher - das sind die aktuellen Preisträgerinnen und Preisträger des renommierten Theodor-Billroth-Preises. In ihren Statements skizzieren sie, was das Ziel ihrer Arbeiten ist, woher die Ideen dafür stammen und was ihren Forschergeist beflügelt. 

Der Mediziner Wali Malik sitzt in einem Labor, weiß bekleidet und blickt direkt in die Kamera.
KI-Forscher Wali Malik

Eine neue Art, Wissenschaft zu betreiben

Wali Malik gilt als einer der führenden Köpfe im Bereich Laborautomatisierung und KI-gestützter biomedizinischer Forschung. Nach Stationen in der Pharmabranche setzt der US-Amerikaner seine Karriere in Wien fort. Er will Künstliche Intelligenz und Biomedizin auf einzigartige Weise zusammenführen und die Stadt zu einem führenden Standort machen. 

Frau mit Brille lächelt in die Kamera.
Infektionsprävention

„Zurück zur Natur“ ist nicht für alle zwingend gesund

Cornelia Lass-Flörl von der Medizinischen Universität Innsbruck gilt als führende Expertin für klinische Mykologie und Infektionsprävention und erhielt als erste Österreicherin den renommierten E. Drouhet-Award. Ein Gespräch über seltene Pilzinfektionen, politische Versäumnisse und warum Prävention auf dem Acker beginnt.

Frau im Blazer lächelt in die Kamera.
PSD Wien

Psychische Krankheiten: Raus aus dem Stigma!

Sie ist Primaria des Kinder- und Jugendpsychiatrischen Ambulatoriums Alsergrund und Chefärztin des PSD-Wien: Katrin Skala, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapeutische Medizin sowie Kinder- und Jugendpsychiatrie, im Gespräch über Chancen und Herausforderungen in der psychosozialen Versorgung in der Metropole Wien.

Man sieht ein Thermometer auf dem der rote Balken schon bei 40 Grad Celsius steht.
Klimawandel

Wenn Hitze unsere Gesundheit bedroht

Lange Hitzewellen mit Temperaturen weit über dreißig Grad ohne Abkühlung in Sicht sind zum Normalzustand in Österreichs Sommern geworden. Gerade für vulnerable Gruppen wie Ältere oder Kinder stellen diese Temperaturen aber ein erhebliches Gesundheitsrisiko dar. Gleichzeitig werden die Auswirkungen der Hitze oft unterschätzt.

Ein Porträt des Krebsforschers Christoph Zielinski vor einem komplett weißem Hintergrund
Christoph Zielinski

„Krebskranke brauchen eine Stimme“

Sein Name ist nicht nur medizinisch Interessierten ein Begriff: Christoph Zielinski gilt als Koryphäe der internationalen Krebsforschung, unermüdlicher Macher und Ideengenerator. Die Medizin ist aber mitnichten Zielinskis einzige Passion: Sein erster Roman „Laurenzerberg“ erzählt Geschichten aus dem Wien der Sechzigerjahre.