„Um Lehrerinnen, Lehrer, Direktorinnen und Direktoren von Pflichtschulen eine einfache und niederschwellige Möglichkeit zu bieten, sich gegen die echte Grippe impfen zu lassen, haben wir ein Pilotprojekt in Wien gestartet“, erklärt Erika Sander, Generalsekretärin der Österreichischen Gesellschaft vom Goldenen Kreuze (ÖGGK). Interessierte konnten sich Anfang November unkompliziert im ‚fahrenden Gesundheitszentrum‘, dem ÖGGK Health Mobil, an zwei verschiedenen Standorten in Wien ihre Influenza-Impfung holen. „So wollen wir besonders für diese exponierte Personengruppe einen wirkungsvollen Schutz einfach zugänglich machen“, so Sander.
Ermöglicht wurde diese Aktion durch eine enge Kooperation mit der Kammer für Ärztinnen und Ärzte in Wien und „fcg wiener lehrerInnen“, der Fraktion Christlicher Gewerkschafter in der Gewerkschaft Öffentlicher Dienst für Pflichtschullehrerinnen und Pflichtschullehrer in Wien. „Impfungen gehören zu den wirksamsten präventiven Maßnahmen in der Medizin. In der schulärztlichen Tätigkeit sind sowohl Impfungen als auch Impfberatung bereits ein wesentlicher Bestandteil. Doch auch Lehrerinnen und Lehrer sind einem erhöhten Infektionsrisiko ausgesetzt. Deshalb ist es besonders wichtig, ihre Gesundheit bestmöglich zu schützen. Initiativen wie das ÖGGK Health Mobil bringen ärztlich durchgeführte Schutzimpfungen direkt an den Arbeitsplatz und machen Gesundheitsvorsorge niederschwellig zugänglich“, sagt Kammerpräsident Johannes Steinhart.
Naghme Kamaleyan-Schmied, Vizepräsidentin und Obfrau Kurie niedergelassene Ärzte, betont die grundsätzliche Bedeutung von Schutzimpfungen: „Impfungen können schwere Krankheitsverläufe verhindern und das Risiko einer Weitergabe von Infektionen reduzieren. Entscheidend ist eine hohe Impfbeteiligung, denn wer sich impfen lässt, schützt nicht nur die eigene Gesundheit, sondern trägt auch zum Schutz seiner Mitmenschen bei. Um das Bewusstsein für diese Vorsorgemaßnahme zu stärken, sollten sowohl Impfberatung als auch die Überprüfung des Impfstatus als Kassenleistung angeboten werden.“
Auch Karin Hawlisch-Höfferl, Co-Referentin für Gruppenpraxen und Ärztezentren, unterstreicht: „Mit mobilen, ärztlich betreuten Impfangeboten direkt an Schulen können wir Lehrkräfte unkompliziert erreichen und gleichzeitig eine qualitätsvolle medizinische Betreuung sicherstellen. Dazu gehört auch die Möglichkeit, individuelle Fragen zur Impfung im persönlichen Gespräch mit Ärztinnen und Ärzten zu klären.“