Mit rund 400 Besucherinnen und Besuchern verzeichnete die Jobmesse MedDay der Kammer für Ärztinnen und Ärzte in Wien am neuen Standort am Erste Campus einen Rekord. Am 12. März 2026 erwarteten Studierende, Jungmedizinerinnen und Jungmediziner neben Vorträgen eine erweiterte Messe mit mehr Workshopstationen und zahlreichen Infos zu Karriere- und Ausbildungsmöglichkeiten.
Stefan Eckerieder-Donovan
Foto: Stefan Seelig
„Der MedDay bietet jungen Medizinerinnen und Medizinern eine wichtige Plattform für Orientierung, Austausch und berufliche Perspektiven – genau das, was man am Beginn seiner medizinischen Berufslaufbahn benötigt.“
Die Jobmesse MedDay präsentierte sich am 12. März 2026 in ihrer achten Auflage größer denn je und mit einem erweiterten Workshopangebot für Studierende sowie Jungmedizinerinnen und Jungmediziner. Auf der auf rund 300 Quadratmeter angewachsenen Messefläche am Erste Campus gaben 35 Aussteller Einblicke in Karrierewege und Ausbildungsmöglichkeiten.
Zu den Ausstellern zählten unter anderem mehrere Wiener Ordensspitäler, der Wiener Gesundheitsverbund, Ärzte ohne Grenzen sowie der Ärztefunkdienst Wien. Neben persönlichen Gesprächen bot ein Jobboard Überblick über aktuell offene Stellen, während Expertinnen und Experten Tipps für den Berufseinstieg und mögliche Karrierepfade gaben.
35 Aussteller informierten die Studierenden und Jungmedizinerinnen und Jungmediziner über Karrierewege und Jobmöglichkeiten.
Der Umzug vom bisherigen Standort im weXelerate auf den deutlich größeren Erste Campus erwies sich dabei als notwendig: Mit rund 400 Besucherinnen und Besuchern verzeichnete die Messe heuer einen neuen Rekord.
Training mit „Da Vinci“, „Anton“ und „Detlef“
Besonders großer Andrang herrschte auch heuer bei den zahlreichen Workshops, bei denen angehende Medizinerinnen und Mediziner die seltene Gelegenheit hatten, praktische Einblicke in den klinischen Alltag zu gewinnen. Ein Highlight war einmal mehr der Simulationsroboter Da Vinci. Darüber hinaus standen unter anderem ein Bronchoskopie-Training am Simulator „Anton“, ein Sonographie-Crashkurs am Simulator „Rüdiger“ sowie ein Atemwegstraining mit dem Simulator „Detlef“ auf dem Programm.
Auch die Berufsrettung Wien war vertreten und bot die Möglichkeit, die endotracheale Intubation mit einem Videolaryngoskop zu üben. Insgesamt konnten die Besucherinnen und Besucher an neun Stationen an Workshops und Simulationen teilnehmen.
Großer Andrang herrschte wie jedes Jahr beim „Da Vinci“-Roboter. / Foto: Stefan Seelig
Einblick in Karrierewege und neue Technologien
Sehr gut besucht waren einmal mehr auch die zahlreichen Vorträge beim MedDay. Die Besucherinnen und Besucher erhielten unter anderem Einblicke, wie Künstliche Intelligenz die Neurochirurgie verändert, wie der Karriereweg zur Notärztin oder zum Notarzt aussehen kann und wie Haftungsfälle im Krankenhaus anhand konkreter Praxisbeispiele gehandhabt werden. Zudem wurde die Lehrpraxis als wichtiger Bestandteil der Ausbildung zur Fachärztin beziehungsweise zum Facharzt für Allgemein- und Familienmedizin vorgestellt.
Informativ und unterhaltsam waren die zahlreichen Vorträge zu Ausbildungsmöglichkeiten und neuen Trend in der Medizin. / Foto: Stefan Seelig
Duell der Fachrichtungen
Humorvoll und mit großem Engagement der Teilnehmerinnen und Teilnehmer entwickelte sich eines der Highlights zum Abschluss der Jobmesse: das „Duell der Fachrichtungen“. Unter dem Motto „Sollen wir die Krankmeldung noch offen lassen?“, „So, dann schauen wir mal“ oder „Heute geht’s eh gut“ galt es, typische Aussagen möglichst treffend den jeweiligen medizinischen Fachrichtungen zuzuordnen.
Dabei stellten sich Chirurg Benjamin Glaser, Internist Daniel Stein, Psychiaterin Lisa Leutgeb, Allgemeinmedizinerin Julia Wunsch, Kinderärztin Katharina Hawlik und Radiologe Christian Widmann dem humorvollen Schlagabtausch und warben mit viel Witz und Charme um die Gunst des Publikums.
Im anschließenden Publikumsvoting setzte sich schließlich knapp die Fachrichtung Chirurgie als Gewinnerin durch.
Radiologe Christian Widmann, Kinderärztin Katharina Hawlik, Allgemeinmedizinerin Julia Wunsch, Psychiaterin Lisa Leutgeb, Internist Daniel Stein und Chirurg Benjamin Glaser duellierten sich humorvoll um die Gunst des Publikums. / Foto: Stefan Seelig
Den Ausklang fand der MedDay bei einem Get-together, bei dem die Besucherinnen und Besucher ihre Eindrücke austauschen und die Gelegenheit zum Netzwerken nutzen konnten.
„Besonders freuen wir uns über die ausgebauten praktischen Übungsstationen – von Ultraschall über Robotik bis zu Übungskonsolen. So bekommen Kolleginnen und Kollegen ein echtes Gefühl für moderne Medizin in der Praxis.“
„Das Besondere am MedDay ist, dass Studierende und frisch graduierte Kolleginnen und Kollegen hier vieles selbst ausprobieren können – etwa an zahlreichen Simulatoren oder sogar am Da-Vinci-Roboter, was man nur selten erlebt.“