Gesundheitspolitik

Wahlärztinnen und Wahlärzte

Honorarobergrenzen als Nebelgranaten

Gesundheitsministerin Korinna Schumann will die Honorare deckeln. Die Kammer sieht diese Überlegungen als reine Symbolpolitik, die auf dem Rücken von Patientinnen und Patienten und der Ärzteschaft ausgetragen wird. Strukturelle Probleme im Gesundheitssystem liegen anderswo: Bei ausufernder Bürokratie und chronischer Unterfinanzierung des öffentlichen Systems. 


 

Porträtbild von Mann in Anzug.
Kommentar von außen

Gesunde Mobilität für mehr Lebensqualität

Infrastrukturminister Peter Hanke über die signifikante Rolle von bewegungsfreundlicher Mobilität als Präventionsmaßnahme für die Bevölkerung und warum Gesundheit und Mobilität gemeinsam gedacht werden müssen.  

Frau in Arztkittel
Kommentar von außen

Gendermedizin ist Brücke zur Präzisionsmedizin

Die Gendermedizinerin Alexandra Kautzky-Willer über Fragen rund um Medizin, die sich die Gesellschaft dringend stellen sollte, welche Unterschiede sich bei den Geschlechtern von Zellforschung bis hin zur biomedizinischen Grundlagenforschung ergeben und warum ihr Fach alle Menschen betrifft. 

Frau im Blazer am Schreibtisch sitzend
Erfolgreicher ÖGK-Tarifabschluss

Mit Beharrlichkeit zur fairen Tariferhöhung

Aufwertung der Mangelfächer, Abwendung der Nullrunde für die Radiologie und der drohenden Degression für die Pathologie sowie die Vereinbarung einer Inflationsklausel – so lautet zusammengefasst das positive Ergebnis der Tarifverhandlungen der Kammer für Ärztinnen und Ärzte in Wien mit der ÖGK.

Ein Infusionsständer mit Dextroselösung
Regionaler Strukturplan Gesundheit (RSG)

Umbau mit Risiken: RSG als Türöffner für Konzernisierung

Der RSG 2030 für Wien sieht den Ausbau ambulanter Versorgung und den Abbau stationärer Kapazitäten vor. Die Kammer warnt davor, Betten abzubauen, ohne zugleich den niedergelassenen und tagesklinischen Bereich massiv auszubauen. Die Ausweitung privater Ambulatorien könnte zudem gewinnorientierten Anbietern Vorschub leisten.

Eine Porträtaufnahme von Zukunftsforscher Tristan Horx - der ein dunkles Gewand trägt und im Hintergrund einen smaragdgrünen Vorhang hat.
Kommentar von außen

Vom Reparatursystem zur Gesundheitskultur

Was bedeutet der aktuelle gesellschaftliche Umbruch für die Medizin und die Gesundheitsversorgung? Zukunftsforscher Tristan Horx über den Abschied vom reaktiven System, unterschiedliche Modelle eines proaktiven Gesundheits­systems und die zentrale Rolle von Nähe, Vertrauen und Zeit im ärztlichen Alltag.

Auf dem Foto ist die junge Ärztin Shirin Johari zu sehen, die eine dunkelvioletten Rollkragen-Pullover trägt - im Hintergrund sieht man ein medizinisches Plakat und daneben steht ein künstliches Skelett, was darauf schließen lässt, dass man in einer ärztlichen Ordination ist.
Ordinationsgründung

„Die Unmittelbarkeit in der Ausbildung ist unbezahlbar“

Shirin Johari hat in Bukarest Medizin studiert, ist nach Wien gezogen, wo sie aktuell ihre Lehrpraxis absolviert. Wenn sie in Kürze ihre Ausbildung zur Allgemeinmedizinerin abgeschlossen haben wird, möchte sie Vertretungstätigkeiten übernehmen, um dann als niedergelassene Kassenärztin zu arbeiten.

Wilhelm Marhold, Herwig Ostermann, Jan Pazourek, Richard Gauss, Naghme Kamaleyan-Schmied, Eduardo Maldonado-González, Benjamin Glaser und Moderator Köksal Baltaci (v.l.) sitzen nebeneinander auf dem Podium.
Future Talk: Ambulantisierung

Medizinische Versorgung muss neu gedacht werden

Eine hochkarätig besetzte Expertenrunde diskutierte unter dem Titel „Ambulantisierung neu denken“ in der Reihe „Future Talk“ in der Kammer für Ärztinnen und Ärzte in Wien, wie sich bei einem verstärkten tagesklinischen Angebot im Einzelfall gleiche Behandlungsqualität und gleiche Patientensicherheit gewährleisten lassen.

Future Talk: KI und Recht

KI in der Medizin: Wer haftet, wenn Algorithmen irren?

KI hält rasant Einzug in Diagnostik, Therapie und Organisation medizinischer Versorgung. Beim "Future Talk" der Kammer für Ärztinnen und Ärzte in Wien diskutierten Expertinnen und Experten, wie sich Haftung, Verantwortung und Patientensicherheit verändern und welche Rahmenbedingungen es künftig braucht.

Eine Frau und drei Männer sind auf einem Gruppenfoto abgebildet
Future Talk: Zukunft ärztlicher Rollen

Ein Berufsbild im radikalen Wandel

Wo werden die künftigen Kernkompetenzen der Ärzteschaft liegen und welche Skills sind dafür nötig? Wie beeinflussen gesellschaftliche Veränderungen das Gesundheitswesen? Und welche Rolle werden die Themen Digitalisierung und Künstliche Intelligenz spielen? Beim dritten Future Talk der Kammer für Ärztinnen und Ärzte in Wien standen diese Fragen im Mittelpunkt.

Drei Personen stehen nebeneinander - es sind dies von links nach rechts: Johannes Steinhart, Naghme Kamaleyan-Schmied und Eduardo Maldonado-González
Gesundheitspolitische To-do-Liste 2026

Moderne Versorgung, bessere Arbeitsbedingungen

Bei der Jahresauftakt-Pressekonferenz der Kammer für Ärztinnen und Ärzte in Wien stellten Präsident Johannes Steinhart, Vizepräsidentin Naghme Kamaleyan-Schmied und Vizepräsident Eduardo Maldonado-González gemeinsam die wichtigsten Themen und Schwerpunkte vor, die 2026 unbedingt angegangen werden müssen.

Lächelnde Frau mit blonden Haaren
Künstliche Intelligenz und Recht

Bei wem liegt die Verantwortung?

Künstliche Intelligenz unterstützt Diagnosen und Behandlungen, die rechtliche Verantwortung liegt weiter beim Menschen. Die Ethikerin und Juristin Maria Kletečka-Pulker spricht über die intransparente Wissensbasis von KI-Systemen, fehlende Haftungsmodelle und sich verändernde Arzt-Patienten-Beziehungen im Zeitalter medizinischer KI.