„Der Wiener Medizinische Kongress 2026 ist einzigartig“
Eduardo Maldonado-González, Vizepräsident und Obmann der Kurie angestellte Ärzte der Kammer für Ärztinnen und Ärzte in Wien, und Philipp Ubl, Leiter des Referats Ärztliche Fortbildung, im Gespräch über die Zielsetzungen und Highlights des Wiener Medizinischen Kongresses 2026.
Matthias Fauner
Ärzt*in für Wien: Wie ist die Idee entstanden, als Kammer für Ärztinnen und Ärzte in Wien einen eigenen dreitägigen Fachkongress ins Leben zu rufen? Ubl: Die Idee, in Wien einen thematisch breit aufgestellten medizinischen Kongress zu initiieren, besteht bereits seit langer Zeit und auch die Planungen dafür haben im Hintergrund bereits vor einer Weile begonnen. In den vergangen Monaten sind die Intensivplanungen angelaufen und das Referat Ärztliche Fortbildung hat in den alles daran gesetzt, diese Vision umzusetzen. Unser Team verfügt über viel Erfahrung mit Fortbildungsveranstaltungen unterschiedlichster Größen und Formate – von Vorträgen und Online-Seminaren über Workshops und Podiumsdiskussionen bis hin zu Specials wie Open-Air-Veranstaltungen im Park. Der Wiener Medizinische Kongress ist in der Form, wie er im April 2026 über die Bühne gehen wird, einzigartig in der Wiener Kongresslandschaft.
Maldonado-González: Der Wiener Medizinische Kongress 2026 von der gesamten Kammer mitgetragen und unterstützt. Unser gemeinsames Ziel ist es, einen medizinischen Kongress zu etablieren, der nicht nur bundesweites Interesse weckt, sondern darüber hinaus auch Medizinerinnen und Mediziner aus Nachbarländern wie der Schweiz, Deutschland oder Tschechien. Der Kongress soll sich mittelfristig als internationales Fachevent auf höchstem Niveau etablieren.
Eduardo Maldonado-González: „Der Kongress soll sich mittelfristig als internationales Fachevent auf höchstem Niveau etablieren.“
Ärzt*in für Wien: Wie würden Sie das Konzept für den Kongress kurz beschreiben? Ubl: Wir wollen allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern ein besonderes Kongresserlebnis bieten: einen ausgewogenen Mix aus Expertenvorträgen und interaktiven Workshops einerseits und einem ansprechenden Rahmenprogramm andererseits. Auch der persönliche Austausch und Networking-Möglichkeiten kommen nicht zu kurz und all das an einem der schönsten Orte in Wien, direkt im Areal von Schönbrunn mit seinem grandiosen Schlosspark. Maldonado-González: Wir sind stolz, dass es uns gelungen ist, einige der renommiertesten Medizinerinnen und Mediziner des Landes für unser Vortrags- und Workshop-Programm zu gewinnen – beispielsweise die Koryphäe in der Gendermedizin Alexandra Kautzky-Willer, den Labormedizinexperten Georg Endler, den Chirurgen Michael Gnant, einen der international führenden Brustkrebsspezialisten, oder die europaweit anerkannte Palliativmedizinerin Eva Katharina Masel, um nur einige zu nennen.
Ärzt*in für Wien: Diese Namen weisen schon auf das breite Themenspektrum hin… Maldonado-González: Es wird im wahrsten Sinn des Wortes ein allgemeiner medizinischer Kongress: Wir machen Reanimation – Stichwort Notarzt-Refresherkurs – ebenso zum Thema wie beispielsweise Ernährung, Diabetes, Herz-Kreislauf-Themen oder Kinder- und Jugendheilkunde. Ubl: Darüber hinaus deckt unser Kongressprogramm auch weitere wichtige Themenbereiche ab, die für uns Ärztinnen und Ärzte relevant sind: etwa Steuer- und Abrechnungsfragen, Deeskalationstraining oder Chancen und Risiken von Künstlicher Intelligenz. Selbstverständlich ist der gesamte Kongress für das Diplom-Fortbildungsprogramm der Österreichischen Ärztekammer approbiert.
Philipp Ubl: „Wir wollen allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern ein besonderes Kongresserlebnis bieten.“
Ärzt*in für Wien: Beim Kongress finden ja oft mehrere Programmpunkte parallel statt. Werden Besucherinnen und Besucher die Möglichkeit haben, von einem Vortrag zum anderen zu wechseln? Ubl: Workshops haben natürlich eine begrenzte Teilnehmerzahl, aber bei den Expertenvorträgen werden die Türen offenstehen, sodass ich prinzipiell von einem Raum zum nächsten wechseln kann. Und bei den einzelnen Programmpunkten soll, so weit wie möglich, auch auf die Fragen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer eingegangen werden.
Ärzt*in für Wien: Wird es auch Abseits von Vorträgen und Workshops Möglichkeiten geben sich über medizinische Themen zu informieren? Maldonado-González: Ja, mit einem Infostand vor Ort ist etwa Go2Ordi, das Gründerservice der Kammer, das Ärztinnen und Ärzte bei der erfolgreichen Ordinationsgründung unterstützt. Oder die Gesundheitsdrehscheibe Med4School, die Wiens Volksschülerinnen und Volksschülern zu ganz alltäglichen Fragen Gesundheitskompetenz vermittelt. Ebenfalls dabei sein wird das Rote Kreuz mit der Möglichkeit, Blut zu spenden oder eine Stammzellenregistrierung durchzuführen. Ubl: Ein weiteres wichtiges Sozialprojekt, das sich interessierte Kolleginnen und Kollegen im Rahmen des Kongresses näher ansehen können, ist der Caritas Louisebus: Dieser medizinische Betreuungsbus für obdachlose Menschen ist mit freiwilligen Ärztinnen und Ärzten sowie Assistentinnen und Assistenten besetzt und macht jede Woche unter anderem beim Wiener Hauptbahnhof Station.
Ärzt*in für Wien: Welches Zielpublikum soll der 1. Wiener Medizinischen Kongress ansprechen? Maldonado-González: Wir wollen allen Ärztinnen und Ärzten ein exzellentes Fortbildungsangebot bieten – Turnusärztinnen und -ärzten ebenso wie erfahrenen Kolleginnen und Kollegen aus allen Fachgebieten. Der sehr moderate Kostenbeitrag beinhaltet auch die Verpflegung in der Mittagspause mit Lunchsymposien und das abendliche Rahmenprogramm, etwa ein Get-together mit Buffet und DJ oder eine Führung durch Schloss Schönbrunn. Wir sind zuversichtlich, dass sehr viele Kolleginnen und Kollegen aus Österreich und darüber hinaus unserer Einladung zum Wiener Medizinischen Kongress folgen werden.
„Wir sind stolz, dass es uns gelungen ist, einige der renommiertesten Medizinerinnen und Mediziner des Landes für unser Vortrags- und Workshop-Programm zu gewinnen.“
„Auch der persönliche Austausch und Networking-Möglichkeiten kommen nicht zu kurz und all das an einem der schönsten Orte in Wien direkt im Areal von Schönbrunn.“