Unterstützung für beeinträchtigte Kinder
Unterstützung für beeinträchtigte Kinder

Hilfe, die ankommt

Der Verein Auxilium Infantilis unterstützt mental und/oder physisch beeinträchtigte Kinder und ihre Familien in ganz Österreich – mit der Finanzierung von Therapien, Behelfen und Begleitung für die Projektdauer. Mitgründer und Vereinspräsident Christoph Reiter über finanzielle Hürden, den Weg zur passenden Unterstützung und das Ziel, noch mehr Familien zu erreichen und mit ihren Sorgen nicht allein zu lassen.

Stefan Eckerieder-Donovan

Ärzt*in für Wien: Wem hilft Auxilium Infantilis und wie sieht diese Unterstützung aus?

Reiter: Wir haben den Verein vor 16 Jahren im Freundeskreis gegründet. Heute unterstützen wir österreichweit Kinder mit mentalen sowie physischen Beeinträchtigungen und ihre Familien, die finanziell auf Hilfe angewiesen sind. Wir finanzieren etwa Ergo-, Logo-, Physio- oder Psychotherapien sowie notwendige Behelfe. Therapieplätze mit Kassenvertrag sind oft schwer zu bekommen, private Angebote für viele Eltern kaum leistbar. Hier helfen wir, damit Kinder möglichst früh die benötigte Unterstützung erhalten. Soweit es uns möglich ist, begleiten wir sie auch längerfristig. Wir arbeiten ausschließlich ehrenamtlich. Jede Spende fließt zu 100 Prozent in unsere Projekte.

 

Ärzt*in für Wien: Welche Voraussetzungen müssen Familien für eine Unterstützung erfüllen?

Reiter: Unser Angebot richtet sich an sozial bedürftige Familien. Wenn sie bei uns um Unterstützung ansuchen, erfassen wir den Unterstützungsbedarf ihres Kindes und die Einkommenssituation der Familie. Diese Angaben behandeln wir selbstverständlich vertraulich. Die medizinischen Unterlagen werden von unserem wissenschaftlichen Beirat geprüft, dem auch Ärztinnen und Ärzte angehören. Wir prüfen außerdem, welche Kosten öffentliche Stellen übernehmen können, und stimmen unseren Beitrag darauf ab. Jeder Fall wird individuell beurteilt. Wir bemühen uns, innerhalb von zwei Wochen eine verlässliche Antwort zu geben.

Mann mit dunkler Brille
Christoph Reiter ist Präsident des Vereins Auxilium Infantilis. / Foto: Privat
  

Ärzt*in für Wien: Wie begleiten Sie die Familien nach einer Zusage?

Reiter: Wir bleiben an ihrer Seite und stimmen uns mit den behandelnden Therapeutinnen und Therapeuten oder den Anbietern von Hilfsmitteln ab. Dabei geht es etwa um Therapiepläne, Ziele und den Behandlungsverlauf. Therapieberichte helfen uns, die Entwicklung der Kinder nachzuvollziehen. Die Familien sollen spüren, dass sie mit ihren Sorgen nicht allein sind.

 

Ärzt*in für Wien: Welche Ziele verfolgt der Verein?

Reiter: Wir wollen künftig noch mehr Kinder und Familien unterstützen und dafür unsere Bekanntheit und Spendeneinnahmen erhöhen. Das Vereinsjahr 2027 steht unter dem Motto „40 Kinder – 40 Chancen“. Dafür möchten wir auch unseren wissenschaftlichen Beirat erweitern und zusätzliche Ärztinnen und Ärzte ins Boot holen, die sich mit unserer Arbeit identifizieren und einbringen möchten. Ebenso wichtig ist uns, in der Ärzteschaft bekannter zu werden, damit Ärztinnen und Ärzte betroffene Familien auf uns aufmerksam machen, sie an uns weitervermitteln oder eine Spendenbox samt Infofolder in ihren Praxen aufstellen. Mittelfristig möchten wir unser therapeutisches Netzwerk durch vertieften Kontakt zu Wahltherapeutinnen und -therapeuten weiter ausbauen. Unser langfristiges Ziel ist die Etablierung eins Kompetenzzentrums, wo neben der Beratung auch Therapieangebote erfolgen sollen.

 

Mehr Informationen, Kontakt und Spendenkonto

unter:  Home | Auxiliuminfantilis

„Die Familien sollen spüren, dass sie mit ihren Sorgen nicht allein sind.“
Kind wird unterstützt beim Spielen mit einem Pferd
Auxilium Infantilis unterstützt österreichweit Kinder mit mentalen sowie physischen Beeinträchtigungen und ihre Familien.
Foto: Auxilium Infantilis
 
© Ärztin für Wien | 23.10.2026 | Link: https://www.aerztinfuerwien.at/panorama/hilfe-die-ankommt