Frauengesundheit im Fokus
Das Referat für Frauenpolitik, Gender und Diversity der Kammer für Ärztinnen und Ärzte in Wien veranstaltete am Samstag, den 30. Mai 2026, bereits zum zweiten Mal den Frauengesundheitstag – die Erwartungen wurden übertroffen.
Im eindrucksvollen Wappensaal des Wiener Rathauses informierten sich Ärztinnen und Ärzte, Gesundheitsberufe, Betroffene sowie zahlreiche Interessierte über aktuelle Themen zur informierten Familienplanung, zu reproduktionsmedizinischen Möglichkeiten und Endometriose. Rund 250 Teilnehmerinnen und Teilnehmer verfolgten mit großem Interesse insgesamt 20 Vorträge von Expertinnen und Experten sowie eine Podiumsdiskussion und nutzten die Gelegenheit zum fachlichen und persönlichen Austausch.
Ziel des Frauengesundheitstages ist es, Bewusstsein für frauenspezifische Gesundheitsthemen zu schaffen, aktuelle medizinische Erkenntnisse zugänglich zu machen und die interdisziplinäre Vernetzung zwischen Fachpersonen, Primärversorgung und Betroffenen zu stärken. Besonderer Fokus lag in diesem Jahr auf Endometriose – einer chronischen Erkrankung, von der rund sieben Prozent der Frauen im reproduktiven Alter betroffen sind – sowie Reproduktionsmedizin und Familienplanung. Trotz der hohen Prävalenz von Endometriose vergehen bis zur Diagnosestellung häufig viele Jahre. Die Veranstaltung setzte bewusst auf ein niederschwelliges Format, das medizinische Expertise mit Betroffenenperspektiven verbindet und Raum für Austausch, Diskussion und Vernetzung schafft.
Das Resümee der Co-Referentinnen Nina Böck, Carmen Hagen und Antonia Greb fällt durchwegs positiv aus: „Der zweite Frauengesundheitstag hat unsere Erwartungen nochmals übertroffen. Das große Interesse, die hohe Zahl der Besucherinnen und Besucher sowie die intensiven Diskussionen haben gezeigt, wie wichtig diese Themen sind. Besonders wertvoll war für uns der direkte Austausch zwischen Betroffenen, Interessierten und Fachpersonen unterschiedlichster Disziplinen. Genau diese Vernetzung und das gemeinsame Sichtbarmachen von Frauengesundheit stehen im Mittelpunkt unserer Arbeit.“
